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Urlaub von der Pflege: Wie Angehörige dank 24-Stunden-Betreuung endlich wieder verreisen können

  • Autorenbild: Vanessa F.
    Vanessa F.
  • 23. Juni
  • 4 Min. Lesezeit

Viele pflegende Angehörige kennen das Gefühl: Seit Monaten oder sogar Jahren dreht sich der Alltag fast ausschließlich um die Versorgung eines geliebten Menschen. Arzttermine, Einkäufe, Organisation, Unterstützung im Haushalt oder bei der Körperpflege – die Verantwortung begleitet sie jeden Tag.


Der Wunsch nach einer Auszeit ist deshalb völlig verständlich. Doch sobald das Thema Urlaub aufkommt, folgt oft das schlechte Gewissen: Wer kümmert sich in dieser Zeit um meine Mutter? Ist mein Vater zuhause sicher versorgt? Kann ich überhaupt verreisen?


Die gute Nachricht: Pflegebedürftigkeit muss nicht automatisch bedeuten, dass Angehörige auf ihren Urlaub verzichten müssen. Eine 24-Stunden-Betreuung kann dabei helfen, die Versorgung zuhause sicherzustellen und gleichzeitig dringend benötigte Erholung zu ermöglichen.


☝️ Das Wichtigste in Kürze


  • Pflegende Angehörige benötigen regelmäßig Entlastung und Erholung.

  • Viele Familien verzichten aus Sorge um die Versorgung auf ihren Urlaub.

  • Eine 24-Stunden-Betreuung kann die Betreuung während der Abwesenheit übernehmen.

  • Pflegebedürftige bleiben in ihrer vertrauten Umgebung.

  • Angehörige können verreisen, ohne die Versorgung zu gefährden.


Steuerliche Absetzbarkeit der 24 Stunden Betreuung


📚 Inhalt


  • Warum pflegende Angehörige Urlaub von der Pflege brauchen

  • Das schlechte Gewissen vor dem Urlaub

  • Welche Möglichkeiten es für die Urlaubsvertretung gibt

  • Warum eine 24-Stunden-Betreuung eine gute Lösung sein kann

  • Welche Aufgaben eine Betreuungskraft übernimmt

  • Für wen sich diese Lösung eignet

  • Fazit


Warum auch pflegende Angehörige Urlaub von der Pflege brauchen


Pflege ist oft keine Aufgabe für wenige Wochen oder Monate. Viele Angehörige übernehmen über Jahre hinweg Verantwortung für einen pflegebedürftigen Menschen.


Dabei geraten die eigenen Bedürfnisse häufig in den Hintergrund. Freizeitaktivitäten werden abgesagt, soziale Kontakte reduziert und Urlaubspläne immer wieder verschoben.


Doch auf Dauer kann diese Belastung zu körperlicher und emotionaler Erschöpfung führen. Nicht ohne Grund sprechen Experten immer häufiger von einer Überlastung pflegender Angehöriger.


Wer dauerhaft für andere sorgt, muss auch auf die eigene Gesundheit achten.


Das schlechte Gewissen reist oft mit


Viele Angehörige berichten, dass sie zwar dringend Erholung bräuchten, aber dennoch keinen Urlaub buchen.


Die häufigsten Sorgen:

  • Was passiert, wenn zuhause etwas passiert?

  • Kommt mein Angehöriger alleine zurecht?

  • Wird er ausreichend betreut?

  • Fühlt er sich allein gelassen?

  • Kann ich den Urlaub überhaupt genießen?


Diese Gedanken sind nachvollziehbar. Gleichzeitig zeigt sich in der Praxis, dass viele Angehörige nach einer gelungenen Entlastungsphase mit neuer Energie zurückkehren und die Pflegesituation langfristig besser bewältigen können.


Welche Möglichkeiten gibt es während des Urlaubs?


Grundsätzlich gibt es verschiedene Wege, die Versorgung während einer Urlaubsreise sicherzustellen:


Unterstützung durch Familienmitglieder

Manchmal können Geschwister, Kinder oder andere Verwandte einspringen. Dies ist jedoch nicht immer möglich.


Verhinderungspflege

Unter bestimmten Voraussetzungen übernimmt die Pflegekasse Kosten für eine Ersatzpflege, wenn die Hauptpflegeperson vorübergehend verhindert ist.


Stationäre Kurzzeitpflege

Pflegebedürftige können zeitweise in einer Pflegeeinrichtung versorgt werden. Allerdings sind freie Plätze häufig schwer zu finden und nicht jeder möchte sein Zuhause verlassen.


Betreuung zuhause

Immer mehr Familien entscheiden sich für eine Betreuung in den eigenen vier Wänden. Dadurch bleibt der gewohnte Tagesablauf weitgehend erhalten.


Warum eine 24-Stunden-Betreuung eine gute Lösung sein kann


Eine 24-Stunden-Betreuung ermöglicht es vielen Familien erstmals seit langer Zeit wieder, unbeschwert zu verreisen.


Während der vereinbarten Zeit lebt die Betreuungskraft im Haushalt der betreuungsbedürftigen Person und unterstützt im Alltag.


Dadurch entsteht Sicherheit – sowohl für die betreute Person als auch für die Angehörigen.


Besonders wichtig: Die pflegebedürftige Person muss ihre gewohnte Umgebung nicht verlassen. Das eigene Zuhause, bekannte Routinen und vertraute Abläufe bleiben erhalten.


Welche Aufgaben übernimmt eine Betreuungskraft?


Je nach individuellem Bedarf kann die Betreuungskraft beispielsweise unterstützen bei:

  • der Alltagsbegleitung

  • der Zubereitung von Mahlzeiten

  • Einkäufen

  • leichter Haushaltsführung

  • Gesellschaft und sozialen Aktivitäten

  • der Unterstützung bei der Körperpflege

  • Erinnerungen an Medikamente

  • Spaziergängen und Begleitungen zu Terminen


Viele Familien empfinden gerade die persönliche Anwesenheit als große Entlastung.


Für wen eignet sich diese Lösung besonders?


Eine zeitweise 24-Stunden-Betreuung kann besonders sinnvoll sein, wenn:


  • Angehörige einen Urlaub planen

  • eine Geschäftsreise ansteht

  • pflegende Angehörige gesundheitlich erschöpft sind

  • eine Reha oder Kur notwendig wird

  • kurzfristig eine zuverlässige Betreuung benötigt wird


Oft wird aus einer zunächst vorübergehenden Betreuung später sogar eine langfristige Lösung, weil Familien die Entlastung im Alltag deutlich spüren.


FAQ


Kann ich als pflegender Angehöriger in den Urlaub fahren?

Ja. Mit einer passenden Vertretung oder einer 24-Stunden-Betreuung kann die Versorgung während Ihrer Abwesenheit sichergestellt werden.


Wer betreut meine Mutter oder meinen Vater während meines Urlaubs?

Je nach Situation können Familienmitglieder, Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege oder eine Betreuungskraft zuhause die Versorgung übernehmen.


Was ist die Verhinderungspflege?

Die Verhinderungspflege ist eine Leistung der Pflegekasse, die einspringt, wenn die reguläre Pflegeperson vorübergehend verhindert ist.


Kann eine 24-Stunden-Betreuung nur für wenige Wochen gebucht werden?

Ja. Viele Familien nutzen die Betreuung gezielt für Urlaubszeiten, Reha-Aufenthalte oder andere vorübergehende Entlastungsphasen.


Muss die betreute Person für meinen Urlaub in ein Pflegeheim ziehen?

Nein. Mit einer 24-Stunden-Betreuung kann die Versorgung in den eigenen vier Wänden stattfinden, sodass die gewohnte Umgebung erhalten bleibt.


Fazit: Erholung ist kein Luxus, sondern notwendig


Viele Angehörige stellen die Bedürfnisse ihrer Familie über Jahre hinweg vor die eigenen. Dabei wird häufig vergessen, dass gute Pflege nur dann langfristig möglich ist, wenn auch die pflegenden Personen auf ihre Gesundheit achten.


Ein Urlaub bedeutet nicht, Verantwortung abzugeben. Im Gegenteil: Wer für eine zuverlässige Betreuung sorgt, handelt vorausschauend und schafft die Grundlage dafür, auch künftig mit Kraft und Zuversicht für seine Angehörigen da zu sein.


Eine 24-Stunden-Betreuung kann dabei helfen, diese Auszeit zu ermöglichen – ohne dass die betreuungsbedürftige Person ihr vertrautes Zuhause verlassen muss.


Planen Sie eine Reise oder benötigen Sie eine vorübergehende Entlastung? Wir beraten Sie gerne unverbindlich zu den Möglichkeiten einer zeitlich begrenzten 24-Stunden-Betreuung und finden gemeinsam die passende Lösung für Ihre Familie.



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